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Der Kampf gegen illegale Abholzung

In der Elfenbeinküste wird so rasch und stark abgeholzt wie in kaum einem anderen Land der Welt. In den 1960er Jahren betrug die Waldfläche noch 16 Millionen Hektar. Heute sind es nicht einmal mehr 3 Millionen Hektar, also 80% weniger. Das entspricht einer Fläche von 130 000 Fußballfeldern, die jedes Jahr verschwunden ist.

Kampf gegen die Abholzung: die Kartierung

Haupttreiber für diese Abholzung ist die Landwirtschaft. Lange dachten die Bauern, sie müssten ihre Anbaufläche vergrößern, um den Ertrag zu steigern. Diese extensive Landwirtschaft ging zulasten der Wälder. Bäume wurden gefällt, um hauptsächlich für den Kakaoanbau, Platz zu machen.

 

Um der Abholzung ein Ende zu bereiten, wurden besonders verletzliche Zonen unter Schutz gestellt. Diese Zonen werden „klassifizierte Wälder“ genannt. Dort ist es strengstens verboten, Landwirtschaft zu betreiben. Doch das Gesetz wird nicht immer eingehalten, sodass man dort vereinzelt Plantagen findet. Diese praktisch unzugänglichen Zonen zu kontrollieren, ist schwierig. Deshalb ist darauf zu achten, dass jedes Feld genau inventarisiert wird. Nur so lässt sich eine Ausdehnung der Parzellen der Pflanzer auf geschützte Zonen verhindern. Dies alles muss genauestens registriert und auf Karten erfasst werden. Tablets erleichtern diese Arbeit etwas. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Video.

Kampf gegen die Entwaldung: Agroforstwirtschaft

Das Pflanzen von Bäumen inmitten von Feldern liegt im Trend. Das organische Material der Blätter und Wurzeln reichert den Boden an und nährt die Pflanzen. Es ist kein systematisches Düngen mehr nötig, da die Natur dies selbst tut. Bäume bringen zudem Insekten auf die Felder zurück, die die Schädlinge fressen, gegen die der Landwirt gewöhnlich mit Pestiziden vorgeht. Der Anbau von Nutzpflanzen mit Bäumen verbessert offensichtlich die Biodiversität.

Diese landwirtschaftliche Praxis erlebt derzeit ein grosses Comeback. Obwohl die Koexistenz von Bäumen und Bodenbewirtschaftung keine neue Erfindung ist, stösst sie neu auf Begeisterung, seit der Klimawandel weltweit zu einem kritischen Thema wurde. Studien zeigen, dass der Boden in Feldern mit Bäumen mehr Kohlendioxid speichert, was deren Emissionen in die Atmosphäre verringert. Und die Reduzierung der Netto-CO2-Emissionen ist letztlich bei der Bekämpfung des Klimawandels zentral. Daher ist die Agroforstwirtschaft, d. h. die Kombination von Bäumen und manchmal auch Vieh auf bewirtschafteten Feldern, über die Erlaubnis zur Wiederaufforstung hinaus, ein sehr wirksames Mittel zum Schutz der Umwelt. Die Kakaobauern in Côte d’Ivoire haben dies verstanden. In den letzten Jahren begannen sie, wieder Bäume auf Kakaofeldern zu pflanzen, um Schatten zu spenden, wenn es immer heisser wird, und um die Qualität des Bodens zu verbessern. Sie sind überzeugt, dass sich diese Strategie langfristig auszahlen wird, indem sie dazu beiträgt, den Ertrag ihrer Plantagen auf umweltfreundliche Weise zu steigern. Auf diese Weise hoffen sie, künftig weniger für die Abholzung kritisiert zu werden. Sie wollen vielmehr zeigen, dass Kakao und Wald Hand in Hand gehen können. Mehr dazu in diesem Video.

Kampf gegen die Entwaldung: Verbesserte Kochgeräte

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr 3 Millionen Menschen an den giftigen Dämpfen, die beim traditionellen Kochen entweichen. So kocht man in einigen Regionen der Welt Lebensmittel auf Holzästen, die zwischen drei Steine gelegt werden, und bei deren Verbrennung viel Wärme und schädliche Dämpfe entstehen. Der WHO zufolge entspricht eine längere tägliche Exposition gegenüber diesen Dämpfen dem Rauchen von zwei Schachteln Zigaretten pro Tag! 

In Côte d’Ivoire nutzen rund 93 % der Landbevölkerung Holz als Brennstoff im Haushalt. Das Kochen von Lebensmitteln über offenem Feuer, das stark umweltbelastend ist, gehört jedoch auch zu den Gewohnheiten vieler Familien, die in städtischen Gebieten leben. 

Diese Praktiken haben schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Frauen und ihrer Kinder (im Alter von 0 bis 5 Jahren), die beim Kochen an ihrer Seite sind. Eine WHO-Studie aus dem Jahr 2009 zeigt auf, dass in Côte d’Ivoire 22 000 Todesfälle pro Jahr auf das Einatmen von Rauch aus traditionellen Haushalten zurückzuführen sind. Darüber hinaus leiden viele Menschen an Lungenentzündung und anderen Atemwegserkrankungen.

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