Agenda 2030

Die Armut sinkt

Rund 730 Millionen Menschen lebten 2015 in extremer Armut. Das sind zwar erschreckend viele. Aber nur noch etwas halb so viele wie zehn Jahre zuvor. Zu verdanken ist das nicht zu letzt dem wirtschaftlichen Wachstum.
Die Armut geht auf der ganzen Welt zurück.

1. UNO-Ziel: Keine Armut 

Das erste Ziel der «Agenda 2030» sagt der Armut den Kampf an. Dafür braucht es finanzielle Mittel für Hilfe in armen Regionen, aber auch Projekte wie zum Beispiel den Bau von Bewässerungssystemen. So kann der Alltag der Menschen verbessert werden. 

Im Jahr 1800 lebten 85 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut. Nur eine winzige Elite genoss einen höheren Lebensstandard. Überall auf der Welt hatten die Menschen zu wenig zu essen. Fliessendes Wasser war purer Luxus. Kinderarbeit lag an der Tagesordnung. Medikamente waren zu teuer oder gar nicht vorhanden. Bereits kleine Infekte endeten deshalb oft tödlich. Bis 1966 stellte extreme Armut keineswegs eine Ausnahme dar. Vielmehr war sie die Regel.

Wirtschaftswachstum sei Dank

Erst in den 1970er Jahren begannen sich die Lebensbedingungen auf der Welt zu verändern. Dank dem Wirtschaftswachstum sank die extreme Armut rapide. In den letzten 20 Jahren ging sie auf der ganzen Welt gar so stark zurück wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Alleine in Indien leben heute 270 Millionen Leute weniger in extremer Armut als noch vor 20 Jahren. In China sank die Zahl um 500 Millionen und in Lateinamerika um 35 Millionen. 

Wo stehen wir heute?

Jeden Tag gelingt 192’000 Menschen auf der ganzen Welt der Sprung über die Armutsgrenze. Nur noch zehn Prozent der Weltbevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Dies entspricht rund 730 Millionen Menschen. Das sind immer noch viele. Die Bekämpfung der extremen Armut muss deshalb weiterhin oberste Priorität haben. Die Mittel dagegen sind Frieden, Schulbildung, medizinische Grundversorgung, Elektrizität, sauberes Wasser, Verhütungsmittel und Mikrokredite, um die lokalen Märkte anzukurbeln. Das Ziel bleibt: Armut als Quelle allen menschlichen Leidens muss gänzlich ausgerottet werden. 

Quellen

Rosling, Hans (2018). Factfullness. S. 32 ff.

Daten von 1800-1980: Bourguignon and Morrisson (2002). Inequality Among World Citizens: 1820–1992. In American Economic Review 92(4): 727–748

Daten von 1981-2015: World Bank’s Povcal Net: iresearch.worldbank.org/PovcalNet/ 

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