Agenda 2030

Weltweiter Klimaschutz

Der Klimawandel stellt eine zentrale Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung dar. Ein Problem, das globale Lösungen erfordert. Die UNO fordert ihre Mitgliedstaaten auf, umgehend Massnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Ende 2015 haben sich die Länder in Paris erstmals auf ein rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt.
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Tausende Jugendliche, sechs Kontinente, ein Ziel: das Klima schützen. Dafür demonstrieren Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt. Spätestens seit sich zerstörerische Hurrikane, heisse Sommer und milde Winter häufen, ist die globale Erwärmung Dauerthema. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die globale Durchschnittstemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen – mit Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Ökosysteme auf der ganzen Welt. Für den Klimawandel verantwortlich ist hauptsächlich die hohe Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre. Dazu zählen vor allem Kohlenstoffdioxid (CO2), aber auch Methan, Lachgas und andere Gase. Der Klimawandel ist ein globales, grenzüberschreitendes Problem – es ist weltweite Zusammenarbeit nötig, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Weltweiter Klimaschutz durch globale Klimaabkommen
Weltweite Demonstrationen für den Klimaschutz.

13. UNO-Ziel: Massnahmen zum Klimaschutz

Das Polareis schmilzt. Der Meeresspiegel wird in den nächsten Jahren um einen Meter ansteigen. Es besteht kein Zweifel, dass der Klimawandel mit den Treibhausgasen, die von den Menschen in die Atmosphäre abgegeben werden, zusammenhängt. Ziel 13 fordert alle Länder auf, umgehend Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen.

Erderwärmung begrenzen

Ende 2015 gelang an der Pariser Klimakonferenz ein historischer Schritt. Erstmals haben sich 195 Länder – reiche und arme – auf ein rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das zentrale Ziel: die globale Erderwärmung begrenzen. Die Durchschnittstemperatur darf im Vergleich zum Niveau vor der Industrialisierung um maximal zwei Grad Celsius ansteigen. Alle Länder müssen Klimaschutzziele erarbeiten und umsetzen. In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts soll die Welt treibhausgasneutral wirtschaften. Das heisst: Es dürfen nicht mehr klimaschädliche Gase ausgestossen werden, als Wälder und Ozeane der Atmosphäre wieder entziehen können.

Von Rio de Janeiro bis Paris: Der lange Weg zum Klimaschutzabkommen

Die Klimakonferenz in Paris steht in einer langen Reihe von Weltklimakonferenzen. Die Verhandlungen sind sehr komplex und die Staaten vertreten teilweise unterschiedliche Positionen.

  • 1992: Rio de Janeiro
    Die Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)) wird verabschiedet. Die Mitgliedstaaten vereinbaren, das Klima für heutige und künfte Generationen zu schützen. 197 Staaten haben die UNFCCC ratifiziert. Sie treffen sich seit 1992 jährlich.

  • 1997: Kyoto
    Das Kyoto-Protokoll wird verabschiedet. Es sieht verbindliche Ziele für die Reduktion der Treibhausgasemissionen vor – allerdings nur für die Industriestaaten. Das Kyoto-Protokoll tritt 2005 in Kraft.

  • 2009: Kopenhagen
    Die Staaten einigen sich, dass sich das Klima im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um maximal 2 Grad Celsius erwärmen darf. Dafür müssen die CO2-Emissionen halbiert werden. Aber das Ziel eines verbindlichen Abkommens für die ganze Welt wird verfehlt.

  • 2012: Doha
    Es wird beschlossen, das Kyoto-Protokoll fortzuführen und ein neues Klimaabkommen auszuarbeiten.

  • 2015: Paris
    Das Klimaschutz-Abkommen von Paris wird verabschiedet. Es ist für 195 Länder rechtlich bindend und bezweckt, den globalen Anstieg der Temperatur auf klar weniger als 2 Grad Celsius zu beschränken.

Rasches Handeln nötig

Das Übereinkommen von Paris ist ein sehr wichtiger Schritt im Hinblick auf das Ziel, sofort Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu ergreifen. Es trat am 4. November 2016 in Kraft. Die grosse Mehrheit der Länder haben das Klimaschutzübereinkommen ratifiziert und national festgelegte Beiträge vorgelegt.

Quellen:
United Nations Climate Change: UNFCCC
Bundesamt für Umwelt BAFU

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