Novartis

Wie Novartis einen besseren Zugang zu Medikamenten vorantreibt

Das Pharmaunternehmen Novartis erreicht mit seinen Medikamenten jährlich mehr als 800 Millionen Menschen weltweit. Rund 2 Milliarden haben aber noch immer keinen Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln und medizinischer Versorgung. Novartis möchte dazu beitragen, das zu ändern. Patientinnen und Patienten sollen Zugang zu benötigten Medikamenten haben – unabhängig davon, wo sie leben.
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Die Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten war lange auf Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen fokussiert. Novartis hat in diesen Regionen verschiedene Massnahmen ergriffen, um den Menschen zu einem besseren und längeren Leben zu verhelfen. Anfänglich lag der Fokus mehrere Jahrzehnte auf Entwicklungsländern und infektiösen Krankheiten. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen aber zunehmend auch im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten und mit neuen Geschäftsmodellen wie dem Novartis Social Business engagiert. Insgesamt wurden in über 30 Schwellenländern über 60 lokale Marken eingeführt. Damit konnten mehr als 220’000 zusätzliche Patienten erreicht werden.

Ein grundsätzlicher Wandel für besseren Zugang

Der Zugang zu Medikamenten beschränkt sich heute aber nicht mehr auf einzelne Regionen, sondern muss global betrachtet werden. Das bedingt einen grundlegenden Wandel der Geschäftstätigkeit von Novartis. Mit einem neuen Ansatz soll der Zugang zu medizinischer Innovation ausgeweitet werden und systematisch ins Geschäftsmodell integriert werden. Die ersten Schritte wurden bereits gemacht und von der unabhängigen Access to Medicine Foundation anerkannt: Im «Access to Medicine Index 2018» belegt Novartis neu den zweiten Platz, gegenüber dem dritten Platz im Jahr 2016. Was beinhaltet aber dieser Wandel?

Ende 2017 hat Novartis Zugangsgrundsätze (Novartis Access Principles) festgelegt und damit begonnen, diese systematisch in sein Geschäftsmodell zu integrieren. Die Grundsätze basieren auf drei Säulen: die Neuausrichtung von Forschung und Entwicklung auf gesellschaftliche Bedürfnisse, die Einführung innovativer Preis- und Zugangsmodelle sowie die Stärkung der Gesundheitssysteme. Zentral ist der Anspruch, dass bei allen neuen Medikamenten die Zugangsstrategien bereits systematisch in die Forschung, Entwicklung und Umsetzung integriert werden.

3 Säulen: Die Zugangsgrundsätze von Novartis

  • Forschung und Entwicklung
    Das Produktportfolio von Novartis wird systematisch anhand der Bedürfnisse der unterversorgten Bevölkerung bewertet. Die Resultate fliessen in die Strategie zur Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten.
  • Erschwinglichkeit
    Um seine Medikamente verfügbar zu machen, berücksichtigt Novartis sowohl effektive Erschwinglichkeitsstrategien als auch innovative Lösungen für die Krankheitsbekämpfung
  • Stärkung der Systeme
    Mit Regierungen und anderen Partnern unterstützt Novartis eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in jenen Bereichen, wo die grössten Auswirkungen erzielt werden. Lokale Barrieren für die Gesundheitsversorgung werden nach Möglichkeit abgebaut.

Säule 1: Systematische Bewertung des Forschungs- und Entwicklungs-Portfolios

Bei der Entwicklung neuer Medikamente werden die Bedürfnisse von unterversorgten Bevölkerungsgruppen systematisch berücksichtigt. Seit 2016 evaluiert eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe von Novartis spezifische Entwicklungsprogramme für neue und bestehende Medikamente sowie Generika. Im Zentrum steht immer der Zusatznutzen für gefährdete Patientengruppen. Ein Beispiel ist die Entwicklung neuer Formulierungen von bekannten Medikamenten, die dadurch für neue Patientengruppen zugänglich werden. Dazu gehören eine neue Rezeptur von Hydroxyharnstoff gegen Sichelzellenanämie, die Verwendung einer Therapie bei Herzinsuffizienz im Zusammenhang mit der Chagas-Krankheit und die Entwicklung einer neuen Rezeptur zur Behandlung von Malaria bei Säuglingen unter 5 kg Körpergewicht.

Novartis arbeitet zudem mit zahlreichen Partnern und NGOs zusammen. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Global Antibiotic Research & Development Partnership, welche die Verfügbarkeit von generischen Antibiotika für Kinder in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen beschleunigt.

Säule 2: Entwicklung effektiver Erschwinglichkeitsstrategien

Die Entwicklung von neuen Medikamenten ist forschungsintensiv und kostspielig. Die Forschung an neuen, besseren Arzneimitteln muss finanziert werden können, gleichzeitig sollen möglichst viele Patienten von wirksamen Medikamenten profitieren. Hier ein Gleichgewicht zu finden ist keine einfache Aufgabe. Novartis verbessert den Zugang zu Medikamenten, indem effektive Erschwinglichkeitsstrategien, innovative Lösungen für chronische Krankheiten sowie patentfreie Lösungen entwickelt werden.

Mehr lokale, preiswerte Varianten

Bei der Preisgestaltung von Medikamenten wird jeweils auch die lokale Situation berücksichtigt. In Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen bietet Novartis von zahlreichen innovativen Therapien preiswertere lokale Marken an. Die Preise in diesen Ländern werden proaktiv nach unten angepasst. Zu den bereits eingeführten mehr als 60 lokalen Marken sollen bis 2020 rund 50 weitere hinzukommen.

Säule 3: Stärkung der Gesundheitssysteme für eine maximale Wirkung

Eine Behandlung ist nur so gut wie das System, das sie durchführt. Teilweise bestehen lokale Barrieren für die Gesundheitsversorgung, die abgebaut werden müssen. Gemeinsam mit Regierungen und NGOs unterstützt Novartis eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in jenen Bereichen, wo die grösste Wirkung erzielt werden kann. Ein weiteres Beispiel, wo wir unterstützen können, ist im Bereich des Wissenstransfers, bei Förderung der beruflichen Entwicklung von medizinischem Fachpersonal. Seit 2011 nehmen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen am Ausbildungsprogramm «Next Generation Scientist» teil. In Kooperation mit der Universität Basel hat Novartis in dieser Zeit vom Austausch mit über 140 aufstrebenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 25 Ländern profitiert. Die Teilnehmenden ihrerseits konnten ihre Fähigkeiten in dreimonatigen Forschungspraktika mit individueller Betreuung und spezifischen Forschungstätigkeiten weiterentwickeln.

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