LafargeHolcim

Wie ein Zementwerk die lokale Entwicklung vorantreibt

ACC ist einer der grössten Zement- und Betonhersteller Indiens und Teil des weltweit tätigen Baustoffkonzerns LafargeHolcim. In Jamul im Bundesstaat Chhattisgarh betreibt das Unternehmen ein integriertes Zementwerk mit über 1‘000 Mitarbeitenden. Gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort initiiert und betreibt ACC verschiedene Programme, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen und die Lebensumstände der Menschen zu verbessern.
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Bei den Aktivitäten geht es schwerpunktmässig darum, Lebensgrundlagen, Bildung, Gesundheit und Hygiene zu verbessern und die Position der Frauen vor Ort zu stärken. Im Jahr 2018 wurden mit Entwicklungsprogrammen des Unternehmens über 480’000 Menschen in 185 Dörfern in ganz Indien erreicht.

WASH – Wasser, Sanitäre Einrichtungen und Hygiene

WASH steht für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene und ist ein zentraler Bestandteil bei der Förderung der öffentlichen Gesundheit. Die Massnahmen zielen auf die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser sowie die sanitäre Versorgung und stehen damit im Einklang mit dem sechsten Nachhaltigkeitsziel der UNO.

In Jamul profitieren jährlich über 30‘000 Menschen von WASH-Programmen von ACC. Dazu gehören unter anderem folgende Massnahmen:

  • Versorgung mit sauberem Trinkwasser
  • Initiativen zur Abfallentsorgung
  • der Bau von Toiletten in Wohnhäusern
  • die Einrichtung von Gesundheitszentren
  • Massnahmen zur Förderung der Gesundheit von Jugendlichen
  • Programme zum Händewaschen und zur Hygiene

Von einer positiven Wasserbilanz profitiert die Umgebung

Eingriffe in den Wasserkreislauf sind in Jamul besonders kritisch, da die Niederschlagsmengen in der Gegend öfter unter dem Durchschnitt liegen. Das ACC-Jamul-Werk geht mit der Ressource Wasser nachhaltig um, indem beispielsweise das Kühlwasser recycelt wird und Wasserabflüsse verhindert werden. In ausgehobenen Gruben werden massive Regenwasserspeicher angelegt, die jedes Jahr 1,8 Mio. m3 Wasser sammeln. Die gesamte Anlage einschliesslich Steinbrüchen und der werkseigenen Siedlung kann auf diese Weise mit Regenwasser versorgt werden, ohne das Grundwasser zu beanspruchen. Dank dieser Massnahmen weist die Anlage eine positive Wasserbilanz auf.

Beim Umgang mit Wasser wird darüber hinaus auch auf die Bedürfnisse der Umgebung geachtet. ACC hat in Jamul verschiedene Massnahmen umgesetzt, um die umliegenden Dorfgemeinschaften mit Wasser für den Hausgebrauch zu versorgen. So wurde in der Region zum Beispiel das Grundwasser aufgefüllt, Teiche vertieft sowie Kontrolldämme und Regenwasser-Gewinnungsanlagen gebaut. In die benachbarten Dorfzentren wurden Leitungen für sauberes Trinkwasser verlegt.

Zementwerk Indien

Sanitäre Einrichtungen sorgen für Hygiene und Sicherheit

In Jamul wurde durch den Bau von Toiletten, Sanitäranlagen und Abfallbeseitigung der Status «Open Defecation Free (ODF)» erreicht. Das heisst, dass alle Haushalte und öffentlichen Gebäude Zugang zu Toiletten haben und an ein Entsorgungssystem angeschlossen sind. Davor hatten mehrere Haushalte keine WCs, die Einwohner erleichterten sich in den nahegelegenen Wäldern. Dies war insbesondere für die Frauen des Dorfes problematisch und ein Sicherheitsproblem, da es keine getrennten Anlagen für Männer und Frauen gab. ACC Jamul hat eng mit der lokalen Gemeinschaft sowie den Behörden und NGOs zusammengearbeitet, um Ressourcen bereitzustellen und wirksam für eine bessere Sanitärversorgung einzusetzen. Nachdem die Toiletten eingerichtet waren, hat ACC gemeinsam mit einer lokalen NGO Massnahmen zu ihrer Nutzung, Sauberkeit und Wartung umgesetzt.

Einsatz für eine saubere Stadt

Indien Zement Nachhaltigkeit

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Jamul hat ACC die «Mission Clean City» ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, Jamul sauberer und umweltfreundlicher zu machen. Das Projekt umfasst über 6‘000 Haushalte mit mehr als 30‘000 Einwohnern. 54 Mitarbeiter der Kehrichtbetriebe, die als «Green Friends» bekannt sind, sammeln jeden Tag rund 5‘200 kg Abfälle aus den Haushalten und verarbeiten sie im lokalen Recyclingzentrum. Ca. 44 Prozent der Abfälle sind biologisch abbaubar und werden zu Kompost für den Gemüseanbau. Mit dem Engagement der ACC wurden neben der Verringerung der Deponieabfälle auch die Befähigung von Frauen unterstützt und Möglichkeiten zur Existenzsicherung geschaffen. Der rezyklierbare Abfall wird verkauft und generiert so Einnahmen, die wieder in das Projekt zurückfliessen.

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