Kommentar

Gelebte Verantwortung

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Nachhaltigkeit wird im Geschäftsleben immer wichtiger. Die UNO nimmt mit der Agenda 2030 auch die Unternehmen in die Pflicht. Zum einen ist wirtschaftliche Entwicklung die beste Armutsbekämpfung. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten eindrücklich gezeigt. Weltweit stossen immer mehr Menschen zur Mittelschicht. Der Anteil der Ärmsten, die mit unter zwei US-Dollar pro Tag auskommen müssen, nimmt ab. Zum anderen braucht die wirtschaftliche Entwicklung auch ethische und ökologische Leitplanken. Menschenrechte müssen im Zusammenhang mit unternehmerischer Tätigkeit gewahrt sein und das Wirtschaften muss weltweit ökologisch nachhaltiger werden. Grosse globale Herausforderungen sind der Klimaschutz und die Erhaltung der Biodiversität.

Unternehmen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen dem grossen Nutzen der wirtschaftlichen Tätigkeit und möglichen negativen Auswirkungen. Das gilt sowohl für Grosskonzerne als auch für KMU. Besonders anspruchsvoll ist dabei die weltweite Vernetzung. Ein Unternehmen, das in der Schweiz und gleichzeitig in Entwicklungsländern tätig ist, muss sich mit unterschiedlich verlässlichen staatlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen.

Heute zeigen insbesondere grössere Unternehmen in Nachhaltigkeitsberichten, wie sie mit den Herausforderungen umgehen. Sie dokumentieren, wie sie die Unternehmensverantwortung leben. Sie wollen ihren diversen Anspruchsgruppen zeigen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und sich ethisch und ökologisch verhalten. Das können Kunden, Angestellte, Investoren, Behörden, Lieferanten oder auch die allgemeine Öffentlichkeit sein. Dabei ist klar, gelebte Verantwortung in einem globalen Umfeld ist ein ständiger Kampf. Es gibt keine einfachen Antworten, sondern auch Rückschläge und neue Herausforderungen. Aber gerade dort, wo es keine einfachen Lösungen gibt, ist die Orientierung an klaren Werten für Unternehmen zentral.

Oft wird unternehmerische Verantwortung mit englischen Begriffen wie «Corporate Social Responsibility» oder abgekürzt «CSR» thematisiert. Das macht die Sache fürs Publikum jedoch kaum verständlicher. Die vorliegende Website zeigt mit konkreten Beispielen, wie Schweizer Unternehmen mit ihrer Verantwortung umgehen. So entsteht eine wachsende Sammlung von Fällen und Vorgehensweisen. Sie soll die gelebte Verantwortung sichtbar machen.


Monika Rühl, Direktorin economiesuisse

Weitere Kommentare

Dr. Philipp Aerni, Direktor des Zentrums für Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit (CCRS), Universität Zürich
Dr. Philipp Aerni, Direktor des Zentrums für Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit (CCRS), Universität Zürich
Barbara A. Heller, Managing Partner und Präsidentin des Verwaltungsrats SWIPRA Services AG
Monika Rühl, Direktorin economiesuisse