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Umwelt – Verantwortung leben https://verantwortung-leben.ch Gelebte Verantwortung von Schweizer Unternehmen Mon, 08 Jun 2026 07:21:20 +0000 de-CH hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 https://verantwortung-leben.ch/wp-content/uploads/2019/05/cropped-Favicon-32x32.png Umwelt – Verantwortung leben https://verantwortung-leben.ch 32 32 Nachhaltiges Risikomanagement zahlt sich aus https://verantwortung-leben.ch/umwelt/nachhaltiges-risikomanagement-zahlt-sich-aus/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/nachhaltiges-risikomanagement-zahlt-sich-aus/#respond Sun, 04 Aug 2019 10:29:45 +0000 https://verantwortung-leben.ch/?p=16784

2015 fügte Swiss Re diesem Instrumentarium mit dem «Sensitive Business Risk Assessment Tool» ein weiteres Werkzeug hinzu. Es unterstützt weltweit Risiko-Experten und Underwriter der Swiss Re bei ihren Entscheiden über neue Geschäfte. Diese seither laufend aktualisierten Prozesse haben sich als überaus wirksam erwiesen, denn die Swiss Re durch abgelehnte Geschäfte entgangenen Prämien stehen in einem sehr vorteilhaften Verhältnis zum resultierenden Reputationsschutz.

Diese breit angelegten Instrumente umfassen nebst Umweltaspekten auch weitere Dimensionen wie Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen. Neben breiten Umwelt- und Menschenrechtsrichtlinien hat Swiss Re für einige Industrie-Sektoren besondere Richtlinien geschaffen (z.B. Tierversuche, Staudämme, Kriegsmaterial, Öl und Gas, Minen, Waldwirtschaft und Kohle). Einige problematische Länder und Unternehmen stehen zudem auf Ausschlusslisten.

Swiss Re hat ihren umfassenden Risiko-Management-Ansatz im Detail publiziert. Das Unternehmen steht mit interessierten Kunden, Partnern, staatlichen Stellen, internationalen Organisationen und NGOs in einem laufenden Dialog. Gerade mit Kunden ergeben sich daraus interessante Lernprozesse, die in verbesserter Nachhaltigkeit münden können. Langfristiges Ziel von Swiss Re ist es, den Ansatz als breit verankerten Industrie-Standard zu etablieren. Nebst der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen sowie dem Schutz der Menschenrechte ist der Schutz der unternehmerischen Reputation von Swiss Re ein zentrales Anliegen des nachhaltigen Risiko-Managements. Die konsequente Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien schafft Vertrauen, bei Kunden, bei Mitarbeitenden und bei Investoren. Das ist für einen global tätigen Finanzdienstleister eine unabdingbare Voraussetzung für künftiges Wachstum und unternehmerischen Erfolg.

Link:
Sustainability Risk Framework

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Lieferanten in die Pflicht nehmen https://verantwortung-leben.ch/umwelt/lieferanten-in-die-pflicht-nehmen/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/lieferanten-in-die-pflicht-nehmen/#respond Mon, 01 Jul 2019 12:13:16 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=13098 Bei der Überwachung der Risiken der Lieferkette geht es indes nicht nur um Lieferengpässe. Alle Roche-Konzerngesellschaften sind unter anderem auch aufgefordert, Menschenrechtsaspekte in ihre regelmässige Risikobewertung einzubeziehen, denn Roche hat sich verpflichtet, die Menschenrechte zu respektieren. Das Unternehmen unterstützt die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Das Gleiche wird auch von den Lieferanten von Roche erwartet.

2017 wurde eine funktionsübergreifende Task Force für Menschenrechte gegründet. Sie hat Instrumente und Prozesse entwickelt, damit Menschenrechtsrisiken erkannt und allenfalls gesenkt werden können. Die Sorgfaltsprüfungen von Roche mit Blick auf Menschenrechtsrisiken hören nicht bei den Lieferanten auf. Auch die Lieferanten der Lieferanten – das heisst die Lieferanten zweiten Grades (Sublieferanten) – hat Roche im Fokus. Im Jahr 2017 hat Roche in Zusammenarbeit mit den Lieferanten 300 Sublieferanten mit hohem Risiko identifiziert. Die Lieferanten haben Roche bestätigt, dass für diese Sublieferanten Risikobegrenzungspläne implementiert wurden. Roche stellt fest, dass die Schwierigkeit der Kontrolle steigt, je weiter entfernt die Lieferanten vom Unternehmen sind. Bei Lieferanten dritten Grades (Lieferanten der Lieferanten der Lieferanten) nimmt die Transparenz weiter ab und das Risiko nimmt zu, insbesondere wenn es um Rohstoffe landwirtschaftlicher Produkte aus Ländern geht, die im Index für modernen Sklavenhandel an oberer Stelle stehen. 

2018 hat Roche die Zusammenarbeit mit den geschäftskritischen Lieferanten fortgesetzt, um systematisch die kritischen Lieferanten zweiten Grades zu identifizieren. Diese Risikobeurteilung beinhaltet auch Menschenrechte. 

Um die Anforderungen von Roche durchzusetzen, werden Lieferanten regelmässig mit Hilfe von spezialisierten Prüfunternehmen besucht. Es wurden zahlreiche Auffälligkeiten festgestellt. 2017 wurden 156 solcher Bestätigungsbesuche durchgeführt. 2018 waren es 126, und es gab 100 Befunde im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte. Es gab keine Anzeichen von Kinderarbeit oder moderner Sklaverei. Die Beanstandungen betrafen den Bereich Arbeit. Es handelte sich um übermässige Überstunden, unangemessene Bezahlung von Überstunden, unzureichende Ruhetage oder die unzureichende Auszahlung von Sozialleistungen. Die Behebung der Befunde wurde und wird durch Folgeaudits geprüft. Die weitaus meisten Lieferanten kooperieren bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Für 2017 schreibt Roche: «Wir haben die Geschäftsbeziehungen zu fünf Lieferanten eingestellt, weil diese trotz Unterstützung unsererseits nicht in der Lage bzw. nicht willens waren, die festgestellten Befunde zu beheben.» 2018 wurden zwei Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten aus den gleichen Gründen eingestellt.

In Verträgen mit Lieferanten integriert Roche heute auch Menschenrechtsaspekte. So will das Unternehmen sicherstellen, dass die Lieferanten die Risiken ihrer eigenen Lieferanten noch besser beobachten und reduzieren. Sie sollen für höhere Transparenz sorgen und mithelfen, Risiken zu minimieren.

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Turmfalke, Streifenkauz und Eule in alten Steinbrüchen https://verantwortung-leben.ch/umwelt/turmfalke-streifenkauz-und-eule-in-alten-steinbruechen/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/turmfalke-streifenkauz-und-eule-in-alten-steinbruechen/#respond Mon, 01 Jul 2019 10:31:17 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=14049

Milieu ist mit einer Jahreskapazität von zehn Millionen Tonnen der grösste Steinbruch von LafargeHolcim in Belgien. Um Lebensräume für seltene und geschützte Arten zu schaffen, wurde dort ein Sanierungsprojekt in Zusammenarbeit mit „Life in Quarries“ durchgeführt. Die NGO wird von der Europäischen Union, der Wallonischen Region und weiteren Partnern wie der Universität Gembloux Agro-Bio Tech unterstützt.

Ein gemeinsamer Effort von Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs liefert Resultate

2016 wurde ein umfassendes Biodiversitäts-Mapping des Steinbruchs erstellt. Auf dessen Grundlage haben Forscher, das Management von LafargeHolcim und weitere Beteiligte gemeinsam spezifische Aktionspläne entwickelt. Parallel zu den üblichen Förderaktivitäten im Steinbruch wurden um mehrere Teiche herum kalkhaltige Böden und Grünflächen wiederhergestellt. Neue Weiher und Wasserläufe bilden die Lebensader für neu gepflanzte Blumenwiesen und Grasflächen.

Die Ergebnisse sind ermutigend. Milieu dient als gutes Beispiel dafür, wie durch die enge Kooperation mit Wissenschaftlern, lokalen Interessengruppen und Regierungsbehörden seltene Lebensräume geschaffen werden können. Der Steinbruch wurde von geschützten Tierarten kolonisiert: Mehr als 40 Vogelarten, verschiedene Libellenarten und die Geburtshelferkröte sind heute im Gebiet heimisch – eine Seltenheit im dichtbesiedelten Belgien.

Langjähriger Einsatz für Wildtiere und Greifvögel in Kanada

Die Berrymoor Grube von LafargeHolcim – 90 Kilometer westlich von Edmonton, Kanada – unterstützt seit zehn Jahren ein Programm, mit dem die biologische Vielfalt in der Region gefördert wird. Berrymoor liegt am North Saskatchewan River, einem wichtigen Wildtierkorridor. LafargeHolcim setzt sich stark dafür ein, seine unternehmerische Tätigkeit vor Ort mit der Erhaltung und dem Schutz des vielfältigen Ökosystems in Einklang zu bringen.

Markierung eines Turmfalken
Markierung eines Turmfalken.

In den vergangenen zehn Jahren hat LafargeHolcim sein Biodiversitätsmanagement stetig weiterentwickelt und verbessert. Am Anfang stand die Errichtung von «Greifvogelpfählen», nachdem Weisskopfseeadler beim Fischen im Fluss beobachtet wurden. Daraufhin wurde in der Grube ein systematisches Mapping lanciert, um alle Wildtiere vor Ort erfassen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass auch seltene Arten wie Raubvögeln, Amphibien und Eulen die Grube als ihren Lebensraum nutzten.

Mit dem Biodiversitätsprogramm in Berrymoor ermöglicht LafargeHolcim, dass Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Besonders erfolgreich war die Einrichtung von Brutkästen für verschiedene Eulenarten wie den Streifenkauz und den Sägekauz – mit rund 90g Gewicht die zweitkleinste Eulenart Nordamerikas. Auch der amerikanische Turmfalke fand einen Lebensraum: Im Jahr 2018 wurden in der Berrymoor Grube 53 Turmfalken aufgezogen. Für die Aktivitäten rund um die biologische Vielfalt in Berrymoor erhielt LafargeHolcim den Alberta Sand and Gravel Association Award of Excellence 2019. Die Auszeichnung wird würdigt herausragende Beispiele für verantwortliches Handeln, Community Relations und nachhaltiges Wirtschaften.

 Die Berrymoor Grube unterstützt seit zehn Jahren ein Programm, mit dem die biologische Vielfalt in der Region gefördert wird.
Die Berrymoor Grube unterstützt seit zehn Jahren ein Programm, mit dem die biologische Vielfalt in der Region gefördert wird.
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Als Bank eine klimafreundliche Wirtschaft fördern https://verantwortung-leben.ch/umwelt/als-bank-eine-klimafreundliche-wirtschaft-foerdern/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/als-bank-eine-klimafreundliche-wirtschaft-foerdern/#respond Mon, 01 Jul 2019 10:19:56 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=13816

Ganz konkret heisst das, dass die Bank finanzielle Transaktionen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien aktiv unterstützt. Gleichzeitig hat UBS die Finanzierung von Firmen, die das Klima negativ belasten, stark zurückgefahren (minus 60 Prozent, 2018 vs. 2017). Das heisst zum Beispiel, dass UBS auf projektspezifische Finanzierungen von neuen Kohlekraftwerken verzichtet. Ausserdem führt sie bei Energiedienstleistern, die mehr als 30 Prozent der Energie aus Kohle generieren, nur dann Finanztransaktionen durch, wenn der Dienstleister eine Übergangsstrategie vorweisen kann, die mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar ist oder wenn die Transaktion mit erneuerbaren Energien in Verbindung steht. Und schliesslich hat UBS ihre Kredit- und Kapitalmarktaktivitäten für den Kohlebergbausektor deutlich eingeschränkt.

CO2-Transparenz ermöglicht nachhaltige Anlageentscheide

Einen sehr direkten Hebel hat UBS besonders auch bei ihrem Asset Management. Dieses hat ein Angebot entwickelt, um für Kunden den CO2-Fussabdruck von Aktienportfolios zu messen. Die Transparenz über die CO2-Intensität der Unternehmen soll den Kunden einen nachhaltigen Anlageentscheid ermöglichen. In dieses Bild passt die Ausgabe des «Climate Aware Funds». Der Aktienfonds ermöglicht die Anlage bei Unternehmen, die für eine CO2-arme Zukunft gerüstet sind. Wichtig ist, dass der Fonds zwar Engagements in Unternehmen mit höherem CO₂-Risiko reduziert, diese aber nicht völlig ausschliesst. Stattdessen wird ein partnerschaftlicher «Aktivismus» bei diesen Unternehmen verfolgt, um sie in Richtung CO₂-Reduktion zu bewegen.

Link:
Klimabezogene Kennzahlen 2018 (UBS Klimastrategie Factsheet)

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Nestlé im Kampf gegen die Entwaldung https://verantwortung-leben.ch/umwelt/nestle-im-kampf-gegen-die-entwaldung/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/nestle-im-kampf-gegen-die-entwaldung/#respond Mon, 01 Jul 2019 10:18:35 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=14768 Im Jahr 2010 hat sich Nestlé dazu verpflichtet, dass bis zum Jahr 2020 keines ihrer Produkte weltweit mehr mit der Abholzung schützenswerter Wälder in Verbindung steht. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren mit Zulieferern und Partnern wie der Earthworm Foundation und Airbus zusammengearbeitet, um die von der Entwaldung bedrohten Gebiete zu identifizieren. Dazu kommen neben anderen Mitteln sowohl Überwachungsmassnahmen am Boden als auch Satellitenbilder des Airbus Starling Systems zum Einsatz.

Satelliten-Bilder zur Überwachung

Nestlé nutzt das Satelliten-Monitoring, um seine gesamte Palmöl-Lieferkette zu überwachen. Pilotprojekte laufen auch im Bereich Zellstoff für Papier und sollen im Laufe des Jahres 2019 auf Soja ausgeweitet werden. Die Spitzentechnologie von Starling hilft Nestlé, Anzeichen für Entwaldung zu erkennen. Starling hilft auch zu verstehen, was die Abholzung vorantreibt und wer daran beteiligt ist. Nestlé nutzt dieses Wissen, um die Einhaltung von Vorschriften zu überprüfen und wirksame Gegenmassnahmen zu ergreifen. Beim Palmöl liefern die Daten von Starling Informationen zu Entwaldungstrends in der Nähe der Ölmühlen, die Nestlé beliefern. Diese Informationen sind auf Nestle’s  Transparency Dashboard verfügbar.

Ziel: eine entwaldungsfreie Lieferkette

Am 30. April 2019 hat Nestlé bekanntgegeben, dass 77 Prozent ihrer Agrarrohstoffe als frei von Entwaldung verifiziert sind. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer entwaldungsfreien Lieferkette. Es gilt allerdings noch weitere Herausforderungen zu meistern.

Nestlé wird sich weiter mit allen ihren Zulieferern für ein schnelleres Erreichen des Ziels einer entwaldungsfreien Lieferkette einsetzen. Dazu ist ein gemeinschaftlicher Ansatz notwendig, der es den Kleinbauern ermöglicht, auch ohne Entwaldung ihre Existenz zu sichern. Nestlé sucht nach Lösungen, die eine nachhaltige Lieferkette bereitstellen und gleichzeitig das Recht der Menschen respektieren, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

Das Unternehmen anerkennt, dass der Kampf gegen die Entwaldung eine grundlegende Veränderung aller globalen Rohstofflieferketten braucht. Das ist eine gemeinsame Verantwortung.

Links:
Nestlé Transparency Dashboard
Airbus Starling Monitoringsystem
Earthworm Foundation

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Der Goldstandard für die Reduktion von CO2-Emissionen https://verantwortung-leben.ch/umwelt/der-goldstandard-fuer-die-reduktion-von-co2-emissionen/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/der-goldstandard-fuer-die-reduktion-von-co2-emissionen/#respond Thu, 06 Jun 2019 10:35:31 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=14417 Das Unternehmen hat bereits Maßnahmen zur Reduktion der direkten Emissionen und des Energieverbrauchs eingeleitet. Der Einfluss auf Lieferketten wie Kakao und Milchpulver erweist sich jedoch als schwierig. Was kann ein Schokoladenhersteller also tun, um das Problem anzugehen?

Partnerschaften und Prozesse entwickeln

Die Herausforderung bei der Emissionsreduktion in der Lieferkette besteht darin, dass alle beteiligten Unternehmen dafür zusammenarbeiten und sich auf eine Reihe gemeinsamer Massnahmen und Berichtsstandards einigen müssen. Barry Callebaut hat deshalb mit der Gold Standard Foundation und strategischen Partnern zusammengearbeitet, um einen Leitfaden für die gesamte Lieferkette zu erstellen. Gemeinsam wurde definiert, wie Massnahmen in der Lieferkette erfasst, anerkannt und in die Berichterstattung über die Leistungsziele einbezogen werden können. Barry Callebaut schließt sich auch Mars, Danone, General Mills, Ben & Jerry’s sowie dem Livelihoods Fund an, um diesen Ansatz weiterzuentwickeln und zu testen.

Die Wertschöpfungskette – wertvolle Obstbäume

Barry Callebaut wird mit dem ganzheitlichen Ansatz in der Lage sein, die Emissionsreduktionen in einigen Bereichen zu maximieren und den Überschuss zu nutzen, um den CO2-Fussabdruck in anderen anspruchsvollen Gebieten zu verringern. So können beispielsweise die CO2-Vorteile aus der Pflanzung von Obstbäumen auf Kakaobetrieben genutzt werden, um die Emissionen aus der Schifffahrt auszugleichen.

Ziel ist eine positive CO2-Bilanz
Ziel ist eine positive CO2-Bilanz

Ein gemeinsamer Standard für die Reduktion der Kohlenstoffemissionen

Der Gold Standard wurde 2003 vom WWF und anderen internationalen NGOs als Best-Practice-Standard eingeführt. Damit soll gewährleistet werden, dass Projekte, welche die CO2-Emissionen im Rahmen des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM) der Vereinten Nationen reduzieren, gleichzeitig die Förderung der nachhaltigen Entwicklung berücksichtigen. Gold Standard wird inzwischen von mehr als 80 NGOs unterstützt und betreut mehr als 1400 Projekte in über 80 Ländern.

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Sauberes Wasser belebt Gemeinde-Treffpunkt https://verantwortung-leben.ch/umwelt/sauberes-wasser-belebt-gemeinde-treffpunkt/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/sauberes-wasser-belebt-gemeinde-treffpunkt/#respond Mon, 03 Jun 2019 07:10:24 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=14073

Die Verschmutzung des Teichs hatte ihn zwischenzeitlich für die Körper- und Kleiderwäsche unbrauchbar gemacht, der Tier- und Pflanzenbestand war beeinträchtigt. ACC TRUST-Mitglieder übernahmen zusammen der lokalen Bevölkerung die Säuberung und Renaturierung von Purania Talab. Gesucht wurde eine nachhaltige Lösung für die Verschönerung und die gemeinschaftliche Nutzung des Teichs und der Umgebung. Gestartet wurde mit der Entschlammung und einem Damm, um Bodenerosion zu verhindern. Ghats (Treppenstufen) auf jeder Uferseite ermöglichen einen sicheren Zugang zum Wasser.

Heute ist der Teich Purania Talab wieder das belebte Zentrum des Gemeindelebens. Die Einwohnerinnen und Einwohner treffen sich zum Baden und Wäsche waschen, und während der zahlreichen Feiern und Festivals. Der Gemeinschaftsbereich verfügt über ein Anganwadi (Kindertagesstätte) und einen von ACC entwickelten Kinderpark, sowie eine Toilette und eine Trinkwasseranlage.

«Wir sind dem ACC TRUST für die Entschlammung des Teiches und die Verschönerung der Umgebung dankbar. Jetzt hat die Gemeinde einen Ort der Begegnung und unsere Kinder haben einen eigenen Park, in dem sie ungestört spielen können.»
Narmada Prasad Sahu, Einwohner von Jamul

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Palmöl, ein ökologisches Risiko https://verantwortung-leben.ch/umwelt/palmoel-ein-oekologisches-risiko/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/palmoel-ein-oekologisches-risiko/#respond Mon, 03 Jun 2019 07:09:36 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=13856 Warum werden Regenwälder überhaupt abgeholzt? Schätzungsweise mehr als die Hälfte der Abholzung geht auf die Produktion von Palmöl, Soja, Rindfleisch und auf die kommerzielle Nutzung von Tropenholz zurück. Die Produktion von Palmöl ist somit zwar nicht allein an der Abholzung tropischer Regenwälder schuld – aber sie ist ein bedeutender Faktor.

Die konventionelle Produktion von Palmöl ist aus Nachhaltigkeitssicht sehr kritisch zu betrachten und stellt vielfach ein Risiko für die Umwelt dar. Rund 20 Prozent des globalen Ausstosses von Treibhausgasen geht auf die Abholzung von Wäldern zurück. Auch ist das Abholzen vielfach mit sozialen Konflikten und Gewalt verknüpft.

Was heisst das für ein Finanzinstitut? UBS schreibt dazu: «Wir haben gewisse kontroverse Aktivitäten identifiziert, die wir vermeiden oder nur unter strengen Kriterien eingehen.» Finanzielle Transaktionen rund um die Produktion von Palmöl gehören für UBS zu diesen kontroversen Aktivitäten.

Strenge Kriterien für Geschäfte mit Palmölunternehmen

Bevor sich die Bank in Geschäfte mit Unternehmen einlässt, die Palmöl produzieren oder handeln, wollen ihre Experten für Umwelt- und Sozialrisiken wissen, wie die Firma mit den Herausforderungen rund um die Produktion von Palmöl umgeht. So müssen die potenziellen Kunden dem «Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)» angehören oder glaubwürdig aufzeigen, dass sie in einer bestimmten Zeitspanne die Bedingungen des RSPO erfüllen. Wird die Bedingung nicht erfüllt, beendet die UBS die Kundenbeziehung. Aufgrund ihrer strengen Kriterien ist UBS bei der Finanzierung von Palmölunternehmen sehr zurückhaltend. Die Palmöl-Kriterien gelten für alle möglichen Bankbeziehungen wie Kreditvergabe, Handelsfinanzierung oder Investment Banking. Das ergibt auch aus geschäftlicher Perspektive Sinn:

«Solide Rahmenbedingungen für das Verständnis und die Bewältigung von Umwelt- und Sozialrisiken sind zu einem Schlüsselelement geworden, um die Vermögenswerte der Kunden und der Bank zu schützen.»
Christian Bluhm, Group Chief Risk Officer UBS
ubs palmöl grafik
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Plastikabfall als Energiequelle schützt auch die Meere https://verantwortung-leben.ch/umwelt/plastikabfall-als-energiequelle-schuetzt-auch-die-meere/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/plastikabfall-als-energiequelle-schuetzt-auch-die-meere/#respond Mon, 03 Jun 2019 07:08:31 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=14061

Von den wiederverwerteten 52 Millionen Tonnen Abfällen wurden mehr als 11 Millionen Tonnen (10 Prozent mehr als im Vorjahr) von Geocycle verwendet, dem weltweiten Waste-Management-Bereich von LafargeHolcim. Zum Einsatz kamen die Abfälle in den Zementwerken, wo sie fossile Brennstoffe und Rohmaterialien ersetzen. Durch diesen Kreislauf werden natürliche Ressourcen geschont und der Ausstoss von Treibhausgasen verringert.

Plastik auf dem Weg ins Meer stoppen

LafargeHolcim verwertet gezielt immer mehr Plastikabfälle, damit weniger Plastik in die Ozeane gelangt. 2018 hat das Unternehmen rund 2 Millionen Tonnen Plastik in seinen Zementwerken wiederverwertet. In Mexiko, Ägypten und Marokko, wo besonders viel Plastik ins Meer gelangt, wurden spezielle Abfallprogramme lanciert. Geocycle unterstützt in diesem Zusammenhang verschiedene Gemeinden dabei, den Umgang mit Hauskehricht zu verbessern. Dies gilt als einer der wirksamsten Wege um zu vermeiden, dass Plastik in die Ozeane gelangt. In den drei Ländern hat LafargeHolcim begonnen, Systeme zur Sammlung und Wiederverwertung von Abfällen zu etablieren, die besonders leicht in die Weltmeere gelangen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen darauf, den informellen Sektor einzubinden, das Bewusstsein für die Problematik zu steigern sowie einen Dialog rund um regulatorische Rahmenbedingungen zu initiieren.

2018 hat LafargeHolcim 52 Millionen Tonnen Abfälle wiederverwertet.
2018 hat LafargeHolcim 52 Millionen Tonnen Abfälle wiederverwertet.

LafargeHolcim schliesst Kreisläufe und leistet wichtigen Beitrag ungenutzte Abfälle wiederzuverwerten

LafargeHolcim fördert die Kreislaufwirtschaft innerhalb seiner gesamten Aktivitäten. Co-Processing steht dabei für die gleichzeitige Wiederverwertung der Energie und der Nutzung der mineralischen Bestandteile von Abfall und ist eine bewährte Technologie, die LafargeHolcim in einem Grossteil seiner Werke weltweit nutzt.

Anders als herkömmliche Methoden der Abfallverwertung bleiben dabei keine Rückstände übrig, da die Asche in den Zementklinker integriert wird. Geocycle arbeitet mit verschiedenen Branchen zusammen, um deren Abfälle in der Zementherstellung nutzen zu können. So landet der Abfall nicht auf Deponien oder in Kehrichtverbrennungsanlagen, sondern wird nachhaltig verwertet. 2018 haben einige der Werke von LafargeHolcim so bereits mehr als 90 Prozent ihrer fossilen Energieträger ersetzt.

Zudem hat LafargeHolcim 41 Millionen Abfälle aus anderen Industrien genutzt, um den Klinkeranteil in seinem Zement zu senken. Dazu gehörten Schlacke aus der Stahlerzeugung oder Flugasche aus der Stromproduktion. Durch die Reduktion des Klinkeranteils kann LafargeHolcim die CO2-Intensität der Zementherstellung reduzieren.

LafargeHolcim fördert die Kreislaufwirtschaft innerhalb seiner gesamten Aktivitäten.
LafargeHolcim fördert die Kreislaufwirtschaft innerhalb seiner gesamten Aktivitäten.
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Schweizer Standards für die globale Textilindustrie https://verantwortung-leben.ch/umwelt/schweizer-standards-fuer-die-globale-textilindustrie/ https://verantwortung-leben.ch/umwelt/schweizer-standards-fuer-die-globale-textilindustrie/#respond Wed, 29 May 2019 06:33:56 +0000 http://testseite.verantwortung-leben.ch/?p=13967 TESTEX, ein weltweit tätiges Schweizer KMU, leistet eine wichtige Hilfestellung in Bezug auf schadstoffgeprüfte Produkte und Transparenz in der Bekleidungsindustrie. Das unabhängige Prüf- und Zertifizierungsunternehmen zeichnet mit spezifischen Labels und Standards nachhaltige Produkte und Produktionsbetriebe aus. Am Zürcher Hauptsitz werden Textil- und Lederproben aller Herstellerstufen, inkl. Zubehör, auf Schadstoffe geprüft. Ergänzend können Betriebe vor Ort mit eignen Experten auditiert werden.

Unabhängige Schweizer Labels zeichnen nachhaltige Produkte und Produktionsbetriebe aus

«STANDARD 100 by OEKO-TEX®» zeichnet Textilprodukte aller Herstellerstufen, die auf Schadstoffe geprüft wurden, aus:
– Überprüfung von mehr als 300 Schadstoffen
– Weltweit führender und anerkannter Textil-Standard

«LEATHER STANDARD by OEKO-TEX®» zeichnet Lederprodukte aller Herstellerstufen, die auf Schadstoffe geprüft wurden, aus:
– Überprüfung von mehr als 300 Schadstoffen
– 2017 lancierter Lederstandard

«STeP by OEKO-TEX®» zertifiziert Betriebe, die umweltfreundliche Produktionsprozesse, sozialverträgliche und sichere Arbeitsbedingungen integriert haben:
– Bewertung der ökologisch nachhaltigen Produktion
– Unabhängiges Zertifizierungssystem entlang der textilen und ledernen Kette

«MADE IN GREEN by OEKO-TEX®» kennzeichnet Textil- und Lederprodukte, dessen Lieferkette transparent ist und folgende Kriterien erfüllt:
– Auf Schadstoffe geprüft
– Produziert in umweltfreundlichen Betrieben
– Produziert an sozialverantwortlichen und sicheren Arbeitsplätzen

Durchblick im Label-Dschungel

Einen Überblick über Standards und Labels, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen, gibt die Onlineplattform «Sustainability Map» des International Trade Center, die vom Staatsekretariat für Wirtschaft SECO unterstützt wird. Auf dem Webportal können mehr als 250 Nachhaltigkeitsstandards abgefragt und untereinander verglichen werden. Interaktive Funktionen erlauben den Benutzern, miteinander in Kontakt zu treten und die Zusammenarbeit entlang von Wertschöpfungsketten zu fördern.

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