Der Harvard-Professor John Ruggie entwickelte ein Rahmenkonzept, welches aus den drei Säulen «Schützen, Achten, Rechtsschutz gewähren» besteht – auf Englisch: «protect, respect and remedy». Die erste Säule spricht den Staat an. Er muss die Menschenrechte «schützen». Die zweite Säule nimmt die Unternehmen in die Pflicht. Sie müssen die Menschenrechte «achten». Und die dritte Säule adressiert Staat und Unternehmen gemeinsam. Sie müssen «Rechtsschutz gewähren».

Das Konzept von Ruggie wurde 2011 durch die Annahme der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) durch den UN-Menschenrechtsrat genehmigt und erfährt seither grosse Unterstützung vonseiten der Regierungen, der Unternehmen und der Gesellschaft. Mehrere Länder – darunter auch die Schweiz – haben unterdessen nationale Aktionspläne ausgearbeitet, um die Leitprinzipien innerstaatlich umzusetzen.

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